|
Die Bibliothek enthält - neben einigen Angaben über meine Lieblingsautoren auch Leseproben und (was leider nur selten der Fall ist) Links zu den entsprechenden Homepages. |
|||||||||||||
| [ Index ] |
Zur Person
k.A. Leseprobe Rolling Thunder Rolling Thunder hielt einen winzigen Stock in der Hand und stupfte damit einen ganz gewöhnlichen Stinkkäfer. Er sah mich an, und sein Gesicht entspannte sich für einen Augenblick. "Der wird uns den ersehnten Regen bringen." Er trieb den Käfer umher, indem er ihm auf den Rücken tippte, um ihn zum Vorwärtslaufen zu bringen, oder aber auf den Kopf, damit er sich wieder umdrehte. "Jetzt schau her!" Er machte mit dem Stock eine schnelle, geschickte Bewegung, so dass der Käfer auf dem Rücken landete und sich wieder aufzurichten versuchte, wobei er fast auf dem Kopf stand und sein Hinterteil senkrecht in die Luft ragte. Es gab einen lauten, scharfen Knall: ein Blitz, eine klar abgehobene Zickzacklinie. "Siehst Du, so entsteht der Blitz!" Wieder und wieder machte er das gleiche,
und immer wieder blitzte es aufs neue.
|
||||||||||||
| [ Index
]
|
Zur Person
André Franquin wurde 1924 in Brüssel (Belgien) geboren. Bei seiner Arbeit als reiner Zeichner in den CBA-Studios trifft er auf Morris, Peyo und Paape. 1946 beginnt er mit senien "eigenen" Bänden. Spirou und Fantasio treffen in ihren Abenteuern laufend auf Gestalten, welche genug Charisma haben, um Helden einer eigenen Geschichte zu werden. So erscheint das Marsupilami erstmals 1952 ein einer Spirou und Fantasio-Geschichte; 1957 verselbständigt sich Gaston, der Redaktionsassistent. Ferdinand und Flippo (Modeste et Pompon) bestehen diverse Abenteuer in den Jahren 1955 - 1959. Auch diese Comics sind - wie alle bisherigen Werke - im Stil der Ecole Marcinelle gehalten. 1977 wechselt Franquin mit den schwarzen Gedanken seinen Stil. Die Colorierten Bilder weichen Schwarz-Weiss-Zeichnungen. Die "Bösen" bekommen in den Geschichten die Oberhand, um sie aber sofort wieder zu verlieren. 1987 reaktiviert Franquin gemeinsam mit Batem und Greg das Marsupilami. Das Team gründet Marsu-Productions, welche neben dem Vertrieb der Comics auch ein Merchandising Netzwerk aufzieht. 1997 stirbt Franquin. Leseprobe Schwarze Gedanken
|
||||||||||||
| [ Index
]
|
Zur Person
Martin Millar stammt aus der Nähe von Glasgow und lebt seit den frühen Tagen des Punk, seit 1977, in London. In seinen surrealen Romanen scheint diese Bewegung nicht ganz spurlos vorübergegangen zu sein. Er kennt die Seite der Benachteiligten des (post) thatcheren Englands und baut diese (überzeichneten) Charaktere als Helden in seine Stadtromane ein. Eine gehörige Portion englischen Humors tut das ihre zum Lesevergnügen (vorausgesetzt natürlich, man mag englischen Humor ...) P.S. Er empfängt und schreibt auch gerne E-Mails ... Leseprobe Milch, Speed & Alby Starvation Ich stehe beim Konzert und unterhalte mich mit Fran und Julie, bis sie weggehen und sich mit jemand anderem unterhalten. Ich schaue ziellos umher und fühle mich etwas idiotisch, weil ich mitten im Raum allein stehe. Naja, der ganze Laden ist voll mit Leuten, und niemand kann auch nur ahnen, dass ich alleine hier bin, aber das Gefühl ist nun mal da; also versuche ich mich zur Wand durchzukämpfen, um mich dort bequem und sicher anlehnen zu können - allein zu sein ist halb so schlimm, wenn man erst einmal eine Wand hat, an die man sich lehnen kann. Gegenüber der Theke, wenn man zwei aneinander gestellte Kisten als Theke bezeichnen kann, finde ich einen Platz und versuche unauffällig, meinen Hals zu recken, um mein Spiegelbild zu betrachten. Es ist ziemlich dunkel, was mir zugute kommt, wenn ich denkte, dass ich wirklich schlimm aussehe. Der Stress, ein gesuchter Mann zu sein, zusätzlich zu all den Nachwirkungen meiner Krankheit, das alles hat mich entstellt. Obwohl ich in letzter Zeit etwas gesünder bin, hat die Milchkrankheit eine sehr ungesunde Hautfarbe hinterlassen, und das schreckliche Leid, das ich durchgemacht habe, hat mein jugendliches Aussehen völlig ruiniert. Nicht das Älterwerden ist schuld daran, sondern die Krankheit. Während ich mich immer noch recke, um mein Aussehen zu kontrollieren, verschütte ich mein Getränk über die Person, die neben mir steht. June fühlt sich nicht so schlecht bei diesem Konzert. Sie war noch nie bei so etwas. Als alleinstehende Frau muss sie laufend irgendwelche Blicke und Annäherungsversuche abwehren. Das macht sie, indem sie versucht, ihre Gedanken auf die Leichen der beiden Männer, die sie in den USA erschossen hat, zu konzentrieren, und dann dieses Bild auf jeden, der sie hoffnungsfroh ansieht, zu projizieren. Es scheint zu funktionieren. Und da sie im Notfall jeden zusammenschlagen könnte, der sie belästigt, ist sie nicht sonderlich beunruhigt. Irgend jemand steht neben ihr an der Wand, aber er belästigt sie nicht. Wahrscheinlich ist er zu beschäftigt damit, sein Spiegelbild zu betrachten, um sie zu bemerken. Aber ohne erkennbaren Grund, es sei denn aus Dummheit, verschüttet er seinen Drink über sie. June ist verärgert darüber, dass Bier an ihrem Bein herunterläuft. "Du Kretin", sagt sie. "Was soll das?" Es scheint ihm wirklich leid zu tun, und tatsächlich zuckt er vor ihr zusammen, seine merkwürdige Hautfarbe wird bleicher, er entschuldigt sich wortreich und bietet ihr an, ihr einen neuen Drink zu kaufen, bevor ihm einfällt, dass er ja seinen eigenen verschüttet hat. "Ein Idiot", denkt sie.
Martin Millar hat mehrere Bücher herausgegeben,
von welchen ein Teil ins deutsche übersetzt wurde.
|
||||||||||||
|
[ Seitenanfang | Index | Millar, Martin ] |